Praxistipp ... für Anfang Juli

Balkongarten

Stockrosen

Stockrosen

Stockrosen sind sehr alte Gartengewächse, die bereits vor vielen Jahrhunderten in Bauerngärten herangezogen wurden. Bis heute haben sie nichts von ihrer hinreißenden Rolle, die sie in jedem sonnigen Garten spielen können, eingebüßt. Auch über Sommerbeeten thronen die bis 2 m hohen Blütenlanzen in vielen Farben wie Weiß, Gelb, Apricot, Rosa oder Rot. Lästig ist jedoch der Malvenrost, die Geißel aller Stockrosenfreunde. Entfernen Sie umgehend alle Blätter, auf deren Unterseite sich orangefarbene Punkte (Malvenrost) zeigen. Damit begrenzen Sie den Befall deutlich. Zudem gibt es heute robuste Sorten. Wir, Ihre GartenBaumschule, beraten Sie gerne, damit Ihnen "rostige" Garteneindrücke erspart bleiben.

 

Rhododendronzikade

Die Rhododendronzikade ist die Geißel der Rhododendronfreunde. Vielleicht sind Ihnen die markanten, grünbraunen Tiere auch schon einmal auf der Oberseite der Rhododendronblätter aufgefallen. Die Insekten übertragen die lästige Knospenbräune, indem sie die Knospen der Rhododendron anstechen, um ihre Eier darin abzulegen. Befallene Knospen verfärben sich braun und sterben ab.

Rhododendronzikade

Bekämpfung: Alle befallenen Knospen zunächst herausschneiden und entsorgen, entweder über den Hausmüll oder durch mindestens 20 cm tiefes Vergraben. Nur so kann der Sporenflug des Pilzes unterbrochen werden. Befallene Knospen niemals auf dem Kompost lagern! Das Aufhängen von Gelbtafeln hat den Nachteil, dass nicht nur Zikaden, sondern auch Nützlinge gefangen werden.

Wenn der Griff zum Pflanzenschutzmittel unausweichlich wird, sollten Sie die Zikaden in den kühlen Morgenstunden, wenn sie durch die Nachtkälte noch "flügellahm" sind, bekämpfen. Sprühen Sie auch die Blattunterseiten tropfnass ein. Geeignete, bienenungefährliche Mittel sind beispielsweise Neudosan, Schädlingsfrei Naturen, Blitol, Bio Insektenfrei, Spruzit oder Pyreth.

 

Gespinstmotten sind weitverbreitet. Als Raupen bilden sie nicht zu übersehende Gespinste, die teilweise ganze Pflanzen überziehen können. Je nach Mottenart können sie Schäden an Apfel, Weißdorn, Kirschen u.v.a. Gehölzen verursachen. Zur Bekämpfung entfernen Sie die besiedelten Gespinste, möglichst in einem frühen Stadium. Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist ebenfalls möglich. Auch hiermit sollten Sie nicht zu langen warten. Je mehr Gespinste sich aufbauen können, desto schlechter können die Produkte greifen. Empfehlenswert ist zum Beispiel Dipel, ein Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis. Dies ist ein natürliches Fraßgift, dass selektiv die Darmwand der Mottenraupen zerstört und unschädlich ist für Tiere, Bienen und Menschen.