Praxistipp ... für Anfang Mai

Ziergarten

Stauden als Hecken und Sichtschutz

Stauden als Hecken und Sichtschutz

Nicht immer werden mannshohe Wände gebraucht, um sich abzugrenzen. Vor allem in kleinen Gärten wirken massive Mauern, Zäune oder große Hecken oft überdimensioniert, erdrückend und steif. Ein Sichtschutz aus hohen Stauden kann eine attraktive Alternative zur konventionellen Abgrenzung sein. Stauden bieten einen leichten, bunten Sichtschutz, der im Winter kein Licht wegnimmt. Das Beet sollte mindestens 80 cm tief sein, um Platz für eine abwechslungsreiche Pflanzung zu gewährleisten. Stauden, die als Sichtschutz eingesetzt werden, sollten mindestens eine Höhe von 120-140 cm erreichen. Hinter die wintergrünen, hohen Euphorbia characias kann man sich schon bei den ersten höheren Temperaturen im Frühjahr zurückziehen. Diese Palisaden-Wolfsmilch blüht über einen sehr langen Zeitraum in einem fröhlichen Hellgrün. Die Staudensonnenblume (Helianthus decapetalus) wird ca. 150 cm hoch und besticht während des Sommers mit leuchtend goldgelben, zum Schneiden geeigneten Blüten. Eine besondere Erscheinung ist die Weidenblättrige Sonnenblume (Helianthus salicifolius var. orgyalis) mit ihren schmalen hängenden Blättern und den zahlreichen kleinen gelben Blüten im Spätsommer. Der Purpurdost (Eupatorium) ist eine buschige wirkungsvolle Großstaude von 180 cm Höhe, die mit ihren karminroten, großen, über Monate begeisternden Blütendolden zudem eine ideale Bienenweide ist. Geradezu grazil wirkt daneben die China-Wiesenraute (Thalictrum delavayi) mit ihren violett-rosaroten filigranen Blütenrispen. Eine imposante Größe im Staudenreich ist der Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria gigantea). Bereits im Juni und Juli zeigen sich die hellgelben Blütenköpfe der stattlichen, über 200 cm hohen, sparrig-verzweigten Staude. Der Federmohn (Macleaya) ist eine malerische Erscheinung, der etwas Platz braucht und sich gerne an Zäune oder Mauern anlehnt. Seine apricotfarbenen Blütenrispen sind sehr attraktiv. Blütenstände der besonderen Art bringt der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum) hervor. Die violetten Blütenkerzen erheben sich im Juli bis September  bis zu 160 cm Höhe. Eine Staudenhecke wird auch durch den nicht wuchernden Buschknöterich (Aconogon) bereichert. Er ist eine standfeste Großstaude mit langen weißen, fedrigen Blütenrispen, die den ganzen Sommer hindurch blüht.
Im Herbst tauchen hochwachsende Sorten der Sonnenbraut (Helenium) die Staudenabgrenzung in feurige Blütenfarben.

Riesen-Schuppenkopf
Riesen-Schuppenkopf
Sonnenbraut
Sonnenbraut

 

Kräuter richtig ernten

Mit dem Kräuteranbau können Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits stehen Ihnen die wertvollen Inhaltsstoffe der Würzpflanzen für die Küche zur Verfügung, andererseits können Sie sich sommerlang an der duftenden Pflanzenpracht im Garten erfreuen. Suchen Sie für Ihre Kräuterecke im Garten oder auf dem Balkon ein sonniges, luftiges und trockenwarmes Plätzchen aus. Besonders die Kräuterarten aus dem Mittelmeerraum wie Thymian und Rosmarin lieben die Wärme, um ihr volles Aroma zu entfalten.

 

Basilikum

Basilikum

Das Top-Kraut für alle Küchenfälle! Vor allem Freunde der italienischen Küche kommen mit Basilikum voll auf ihre Kosten. Wichtig für den Ernteerfolg ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte. Sobald die Basilikumpflanzen etwa 10 cm hoch sind, können Sie die oberen Blätter einzeln oder als ganze Triebspitze abknipsen. Erntezeit ist von April bis Oktober.

 

Minze

Minze

Dieser unermüdliche Blätterlieferant verfeinert Salate, Soßen, Suppen, Rohkost und Tees. Wichtig ist ein humoser, ausreichend feuchter Boden, in dem sich die Wurzelausläufer entfalten können. Sobald die Jungtriebe im Frühjahr mit dem Wachstum begonnen haben, können Sie fortlaufend frische Triebspitzen abschneiden.

 

Petersilie

Petersilie

Dieser gern gesehene Kräutergast bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Die zweijährige Pflanze eignet sich zum Abschmecken von Suppen, Quark, Fleisch und Salatsoßen. Es gibt Sorten mit glatten und solche mit krausen Blättern. Schneiden Sie für die Ernte junge Stängel und Blätter am Grund ab.

 

Unterschlupf für Ohrwürmer

Unterschlupf für Ohrwürmer

Ohrwürmer sind an der Zange, die sich an ihrem Hinterleib befindet, leicht zu erkennen. Die Nützlinge jagen vor allem nachts Blattläuse. Wer ihnen ein nützliches wie ästhetisch anspruchsvolles Zuhause schaffen will, füllt beispielsweise einen Tontopf mit Holzwolle.

 

Zusätzlicher Halt für einjährige Kletterpflanzen

Zusätzlicher Halt für einjährige Kletterpflanzen

Einjährige Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse, Prunkwinde, Schwarzäugige Susanne und Duftwicke sind bewährte Blütenakrobaten, die für bunte Abwechslung im Garten und auf der Terrasse sorgen. Einjährige Kletterakrobaten erobern Kletterhilfen aller Art. Sie wachsen zum Beispiel hervorragend an Pyramiden. Wickeln Sie zusätzlich einen feinen Draht um die Aufstiegshilfe, damit die Kletterspezialisten besseren Halt bei ihrem Aufstieg nach oben finden.

 

Bäume unterpflanzen

Bäume unterpflanzen

Wie man blühende Beete unter Baumkronen gestaltet, ist für viele Gartenfreunde eine wichtige Frage. Wer zum Beispiel eine mächtige Birke unterpflanzen möchte, wird nur mit besonders geeigneten Pflanzen Erfolg haben. Glücklicherweise gibt es  mehr schattenliebende Gewächse als man denkt. Dazu zählen Schlüssel-Primeln, Leberblümchen, Wald-Veilchen und Wald-Anemonen, die blühen, bevor das Laub im Mai ein undurchdringliches Dach gebildet hat. Auch Zwiebelblumen sind talentierte Schattenkünstler, die vor allem vor dem Laubaustrieb in der ersten Jahreshälfte für Farbe unter Baumkronen sorgen. Geeignete Arten wie Schneestolz (Chionodoxa), Elfenkrokus (Crocus tommasinianus), Alpenveilchen (Cyclame), Hundszahn (Erythronium), Schachbrettblume (Fritilaria), Schneeglöckchen (Galanthus), Bluebells (Hyacinthoides), Märzenbecher (Leucojum), Muscari und Blaustern (Scilla) blühen zwischen Februar und Juni und bieten eine breite Farbpalette. Weitere Kandidaten sind Storchschnabel, Farne, Wald-Segge und Mahonien. Wichtig für das Gedeihen der Schattenspezialisten ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchte. Tragen Sie zudem vor dem Pflanzen eine etwa 10 cm starke Schicht mit Kompost und Erde auf. Wässern Sie die Pflanzen gut an und decken Sie das Beet mit Rindenmulch ab.

 

Bambus: Rhizome nicht unterschätzen

Bambus: Rhizome nicht unterschätzen

Von großer Bedeutung für jeden, der Bambusse im Garten einsetzen möchte, ist das Wissen um ihre Einteilung in horst- bzw. ausläuferbildende Arten und Sorten. Ausläuferbildende Bambusse haben einen teilweise enorm starken Ausbreitungsdrang, der für nachbarliche Disharmonie sorgen kann. Sogar Trampelpfade können die Rhizome vom Wandern nicht abhalten, wie die Aufnahme zeigt. Stabile Rhizomsperren aus starker Folie oder Betonringe halten, wenn sie rund um die Pflanze mindestens 60 cm tief eingegraben werden, die Ausläuferbildung im Zaum und verhindern das "Wandern" der unterirdischen Triebe durch den Garten.

 

Staudenhorste begrenzen

Staudenhorste begrenzen

Auch Blütenstauden haben mitunter einen unbändigen Ausbreitungsdrang. Unser Beispiel zeigt die Felberich-Sorte 'Firecracker'. Das Streunen der Horste lässt sich mit einer etwa 20 cm tief eingegrabenen Folie bändigen. So entstehen über die Jahre kompakte Prachthorste. Von den Ausläufersperren ist im Sommer kaum noch etwas zu sehen.

 

Blattläuse

Blattläuse

Eigentlich müsste man mit Blattläusen Mitleid haben. Sie sind wohl die am meisten geschundenen Kreaturen im Garten. Sie werden von Bakterien, Viren, Räubern, Raubparasiten und dem Menschen derart ausgenutzt und verfolgt, daß sie nur mittels einer sehr hohen Vermehrungsrate überleben können. Nimmt die Anzahl der Läuse überhand, ist eine Bekämpfung ratsam. Bevor Sie aber zu Pflanzenschutzmitteln greifen, können Sie mechanische Bekämpfungsmethoden einsetzen: Kleine Mengen an Blattläusen können Sie mit einem kalten, scharfen Wasserstrahl abspritzen, mit einer feinen Bürste abstreifen oder mit den Fingerspitzen wegschnippen bzw. die Tiere zerdrücken.

 

Unkrautstecker

Unkrautstecker

Mit einem speziellen Unkrautstecher können Sie die langen Pfahlwurzeln von Wurzelunkräutern wie Löwenzahn komplett, ohne Beschädigung, aus dem Boden bekommen. So wird das Übel an der Wurzel gepackt und dauerhaft entfernt.

 

Weigelien

Weigelien

Ausnahmen bestätigen die Regel: Manche Gehölzgruppe bietet mehr Farbenvielfalt, als man zu finden hoffte. Weigelien sind bekannt als bewährte Sommerblüher in den Blütenfarben Weiß, Rot und Rosa. Doch es findet sich auch eine einzige Art, die die Farbpalette erweitert: Weigela middendorffiana sorgt mit ihren gelben Glockenblüten für Schwung im Garten und auf der Terrasse. Wer das Besondere sucht, sollte sich den Strauch einmal in unserer GartenBaumschule in natura anschauen.

 

Zierstämmchen: Radikaler Stoppelschnitt

Zierstämmchen: Radikaler Stoppelschnitt

Zierstämmchen wie Mandelbäumchen (Prunus triloba) und Hängekätzchen-Weiden (Salix caprea 'Pendula') sollten Sie gleich nach der Blüte zurückschneiden. Das Mandelbäumchen wird radikal bis auf wenige Knospen zurückgenommen. Entfernen können Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich Wildtriebe am Stamm oder aus dem Wurzelbereich. Der harte Rückschnitt der Triebe nach der Blüte mindert das Risiko eines Befalls der Mandelbäumchen mit dem Triebsterben (Monilia). Der Schnitt der Weiden erfolgt nach dem gleichen Muster (Aufnahme). Auch alte, vergreiste Pflanzen von Mandelbäumchen und Weide können durch einen Schnitt verjüngt werden.

 

 

Hilfsreiche Häcksler

Hilfsreiche Häcksler

Garten-Häcksler helfen effektiv den Garten aufzuräumen. Die praktischen Gartenhelfer reduzieren das Volumen organischer Materialien, produzieren Mulchmaterial und eignen sich für die Aufbereitung von Wertstoffen für die Kompostierung.

 

Flieder für die Vase

Flieder für die Vase

Süß duftende Fliederblüten bieten sich für den Vasenschnitt geradezu an. Schneiden Sie die Stielenden umgehend nach der Ernte, etwa auf einer Länge von 4 bis 5 Zentimetern, mit einem scharfen Messer schräg an. Durch diesen Schnitt bleiben die Leitungsbahnen der Stängel für die Wasseraufnahme frei.

Warum immer nur strenge Formhecken pflanzen? Es gibt auch die Alternative der freiwachsenden, gemischten Blütenhecken. Zwar benötigen diese Pflanzenwälle etwas mehr Platz, dafür bieten sie aber jede Menge Abwechslung rund ums Jahr. Der Abstand des Pflanzgrabens vom Zaun sollte so groß sein wie der Durchmesser der geplanten Hecke. Beispiel: Ihre Blütenhecke soll insgesamt einen Meter breit werden. Die Heckenpflanzen werden demnach im Abstand von einem Meter vom Zaun gepflanzt, damit später ein Freiraum von 50 cm zwischen Hecke und Zaun bleibt.

 

Niedrige, gemischte Blütenhecken bis 1,5 m Höhe:

Niedrige, gemischte Blütenhecken bis 1,5 m Höhe:

Dieser Heckentyp braucht Sonne und einen kultivierten Gartenboden. Ein radikaler Verjüngungsschnitt ist möglich. Niedrige Blütenhecken eignen sich auch als Vorpflanzung für größere, streng formierte Hecken. Gehölzauswahl: Zierquitte (Chaenomeles), Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Blauraute (Perovskia abrotanoides), Fingerstrauch (Potentilla fruticosa-Sorten), Rosa rugosa-Sorten, Strauchrosen, Spiere (Spiraea-Sorten), Herbst-Flieder (Syringa microphylla 'Superba').

 

Höhere, gemischte Blütenhecken ab 1,5 m Höhe:

Höhere, gemischte Blütenhecken ab 1,5 m Höhe:

Bei diesem Heckentyp ist der teils immense Platzbedarf einzukalkulieren. Ein radikaler Verjüngungsschnitt im fünfjährigen Turnus oder jährliche Auslichtungsschnitte sind sinnvoll, um die Blühkraft zu erneuern. Gehölzauswahl: Hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis 'Ballerina'), Schmetterlingsstrauch (Buddleia davidii-Sorten), Gefüllter Sternchenstrauch (Deutzia scabra 'Plena'), Goldglöckchen (Forsythia intermedia-Sorten), Gefüllter Gartenjasmin (Philadelphus 'Virginal'), Großfrüchtige Blut-Pflaume (Prunus cerasifera 'Nigra'), Edel-Flieder (Syringa vulgaris-Sorten).

 

Stauden rechtzeitig stützen:

Stauden rechtzeitig stützen:

Höhere Stauden wie Rittersporn, Eisenhut oder Buschmalve sind dankbar für eine Stütze, die bei Regen und Sturm verhindert, dass die Horste auseinander fallen. Natürlich können formschöne, dezente Link stakes zum Einsatz kommen, aber auch einfache Konstruktionen aus Bambusstäben, Weidenruten und Bast tun gute Dienste. Wichtiger als das Material ist, die Stützen rechtzeitig zu verankern. Sie müssen mit den Stauden wachsen, also am besten gleich im Frühjahr mit aufstellen. Einmal nach vorne gebeugte, gekrümmte Staudenstiele werden durch spätes Stützen nicht mehr gerade.

 

Edel-Ginsters

Übrigens, wussten Sie schon, dass die vielen Sorten des Edel-Ginsters nicht nur als Blütensofortdienst für Ihren Garten gute Dienste leisten, sondern mit ihren Trieben auch in der Vase eine überaus ansprechende Figur machen?