Praxistipp ... für Anfang Oktober

Ziergarten

Rostige Gartenzeiten

Rost passt als Symbol der Vergänglichkeit ideal zum Herbst. Deko-Objekte mit Rostpatina sind topaktuell und wirken neben den passenden Pflanzen noch besser.

Deko-Objekte mit Rostpatina

 

Carex-Gräser

Verschiedene Carex-Gräser sind mit ihren goldbraunen Halmen echte Hingucker. Schneiden Sie im Herbst die Gräser nicht zurück. Sie bringen sich nicht nur um den Augenschmaus raureifbeladener Halme, sondern nehmen den Stauden auch noch ihren wichtigsten Winterschutz.

 

 

Purpurglöckchen (Heuchera) sind hübsche Blattschmuckstauden für sonnige bis absonnige Pflanzstellen. Niedliche kleine Blütchen erscheinen von Mai bis Juli. Angeboten werden Sorten mit unterschiedlichen Laubmarmorierungen. Heuchera-Sorten wie 'Caramel' strahlen Natürlichkeit und Wärme aus.

Purpurglöckchen (Heuchera)

 

Als Bodendecker ziert das Stachelnüsschen 'Kupferteppich' mit seinen rotbraunen Fruchtständen.

Stachelnüsschen 'Kupferteppich'

 

Der Herbst – die beste Pflanzzeit für Gehölze

Der Herbst – die beste Pflanzzeit für Gehölze

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für winterharte Gartenpflanzen. Auch wenn die Pflanzen bereits ihre Blätter verloren haben und so aussehen, als ob sie sich bereits im tiefsten Winterschlaf befänden, sind ihre Wurzeln noch hochaktiv. Wenn aus dem Sommer der Herbst geworden, die Erde aber noch warm ist, dann können frisch gepflanzte Gehölze und Stauden erste Wurzeln entwickeln und sich im Boden verankern, bevor der Winter kommt. Derart vorbereitet, kann selbst der früheste Frühlingsstart den neuen Setzlingen nichts anhaben. Mit einem gewaltigen Vorsprung gegenüber der Frühlingspflanzung starten die neuen Gartengäste in die bevorstehende Saison. Das im Herbst entwickelte Wurzelfundament ist also im Frühjahr Gold wert. Zudem haben wir es im Frühjahr immer häufiger mit warmen und trockenen, fast sommerlichen Phasen zu tun. Auf diese Stresssituation sind die im Herbst gepflanzten Gehölze deutlich besser eingestellt als frisch gepflanzte Setzlinge.

Auch die große Sortimentsvielfalt spricht für den Herbst als Pflanzzeit. Wer besondere Rosen- oder Obstbäume sucht, wird jetzt am ehesten fündig. Zudem haben wir für die Beratung viel mehr Zeit, als dies während der hektischen Frühjahrssaison der Fall ist. Sicherlich ein wichtiges Argument für alle Gartenfreunde, die noch unschlüssig sind und passende Problemlösungen für ihr Gartenparadies suchen.

Umpflanzen

Oft wird argumentiert, im Herbst gesetzte Pflanzen seien verstärkt den Unbilden des Winters ausgesetzt und nähmen leichter Schaden als bei einer Frühjahrspflanzung. Ein erhöhtes Winterrisiko kann allerdings nur sehr wenigen Gewächsen wie Bambus oder Pampasgras attestiert werden. Durch geeignete Winterschutzmaßnahmen, etwa das Abdecken des Wurzelbereiches mit einer Laubschicht, können auch diese Pflanzen den Vorsprung einer Herbstpflanzung für sich nutzen.

 

SchirmbambusWir empfehlen jedenfalls für das Gros der winterharten Pflanzen aufgrund der Erfahrung vieler Jahre eindeutig die Herbstpflanzung nach alter Väter Sitte. Wer die Herbst- mit der Frühjahrspflanzung vergleicht, kann den Unterschied selbst klar erkennen. Der im Herbst gepflanzte Setzling ist der klare Sieger, einfach weil er viel früher und mit einem riesigen Vorsprung ins Rennen geschickt wurde. Ohne Stress und scheinbar mühelos erreicht er auch hochgesteckte Gartenziele.

 

Dreamteam

Dreamteam

"Raffinierte Blumen-Benachbarung steht so hoch über den Wirkungen der Einzelpflanze wie Klänge und Melodien über dem Einzelton." Gartenphilosoph und Jahrhundertgärtner Karl Foerster wusste um die Bedeutung geschickter Pflanzenkombinationen. Dabei spielt nicht nur der persönliche Geschmack ein Rolle, wie beispielsweise bei diesem Kombinationsvorschlag mit Sedum 'Matrona' und Eselsohr. Je artenreicher Sie Ihr grünes Refugium gestalten, desto weniger Probleme mit Krankheiten und Schädlingen stellen sich ein.

 

Gartengenuß

Gartengenuß

Warum nicht Heckenelemente zu einem schmucken Sitzplatz umgestalten? Als Rahmen für derartige Kreativwerke bieten sich immergrüne Nadelgehölze wie Eiben an, die die Szenerie beruhigen. So entsteht ein traumhafter Sitzplatz für alle Entspannung suchenden Grünfans.

 

Gräser

Gräser

Die Ähren vieler Gräser erinnern an Flaschenbürsten. Die Borsten fühlen sich beim Berühren angenehm weich an - echte Kuschelpflanzen. Die Horste der meisten Gräserarten können nach einigen Jahren geteilt werden.

 

Bauern-Hortensien

Bauern-Hortensien

Zahllose Blütenkugeln der Bauern-Hortensien sorgen für einen "Ball Pompös" im Sommergarten. Im Winter sind schokoladenbraunen Blütenstände eine besondere Dekoration für drinnen und draußen. "Keine Blume stirbt schöner", notierte schon Karl Foerster, der berühmte Gartenphilosoph.

 

Gartengeräten als Meßlatten

Gartengeräten als Meßlatten

Pfiffige Idee: Stiele von Gartengeräten können Sie auch als Meßlatten nutzen, etwa um richtige Grenz- und Pflanzabstände bzw. Heckenmaße abzuschätzen.

 

Lassen Sie sich beraten!

Lassen Sie sich beraten!

Die Gestaltung eines Gartens ist eine vielschichtige Aufgabe. Bereits die Anlage eines Details, beispielsweise die Frage nach der Ausführung einer kleinen Treppe, beeinflusst das Gesamtbild. Welches Material ist geeignet, wie flach sollte die Abstufung sein, welche Randbepflanzung ist auf Dauer ratsam? Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um die Gartengestaltung. Und weil nur Ihre ganz individuellen Vorstellungen zum Tragen kommen können, nehmen wir uns viel Zeit für eine ausführliche Beratung. Bei einer Neuanlage, aber auch bei einer grundsätzlich Umgestaltung ist guter Rat wichtig und muss nicht teuer sein.

 

Auf Qualität achten

Auf Qualität achten

Gute Qualitäten werden heute fast ausschließlich als Containerware angeboten, die sicher anwächst. Eine erstklassige Containerpflanze ist gut durchwurzelt, weist kräftige Triebe auf, hat eine gesunde Laubfarbe und ist frei von Schädlingen und Verletzungen.

 

Ziergräser im Herbst pflanzen

Ziergräser im Herbst pflanzen

Reizvolle Laubtexturen sind wichtige Gestaltungsmittel im Garten. Besonders dekorativ ist die Wirkung der Gräser. Nutzen Sie jetzt noch die Restwärme des Bodens und pflanzen Sie vor dem Winter Ziergräser. Die Pflanzen wachsen dann im Frühjahr umso stärker los und glänzen bereits im nächsten Sommer. Schneiden Sie Ihre Gräser erst im Frühjahr auf etwa 15 bis 20 cm zurück.

 

Dachbegrünung

Dachbegrünung

Für die extensive Dachbegrünung ist die Pflanzenauswahl denkbar klein. Bewährt haben sich die Hauswurz-Gewächse (Sempervivum) und Thymian. Sie kommen ohne künstliche Bewässerung aus, gedeihen in voller Sonne und auf Substrat-Auflagen von 4 bis 8 cm. Wem kein "echtes" Dach für eine Bepflanzung zur Verfügung steht, kann die unglaubliche Ausdauer der Dachbegrüner auch zum Schmücken von Vogelhäuschendächern nutzen.

 

Farne

Farne

In früheren Zeiten galten Farne als Zauberpflanzen. Ursprung dieses Aberglaubens waren sicherlich die düsteren Schattenorte, an denen sie wuchsen, und der ungewöhnliche, mehrstufige Vermehrungszyklus, der eine gezielte Vermehrung in Gärtnereien lange Zeit unmöglich machte. So sollten beispielsweise in der Johannisnacht aufgesammelte Samen den Finder unsichtbar machen. Der Glauben an diese magische Kraft findet sich sogar bei Shakespeare. In "Heinrich IV." heißt es: "Wir wandeln unsichtbar, denn wir haben Farnsamen bekommen." Fest steht, dass das Entrollen der an fein verzierte Geigenköpfe erinnernden Farnwedel Frühjahr für Frühjahr ein stilles Vergnügen für den Betrachter ist. Einfach hinsetzen und zusehen – dann kommt die Gartenentspannung ganz von alleine.

 

Herbst-Chrysanthemen:

 

Herbst-Chrysanthemen:

Mit dem Herbst beginnt wieder die herrliche Zeit der Herbst-Chrysanthemen-Blüte. Damit der Blütenflor möglichst lange die Sinne erfreut, putzen Sie Verblühtes am besten umgehend aus. Wöchentliche Flüssigdüngergaben, die Sie mit dem Gießwasser ausbringen, verlängern ebenfalls den Blütenverlauf. Wichtig ist ein sonniges, trockenes Plätzchen für Ihre Chrysanthemen. Machen Sie sich die Mühe, Kübel und Kästen bei Dauerregen ins Trockene zu ziehen. Sie werden sehen, es lohnt sich. Dann ist Ihnen eine attraktive Nachblüte bis weit in den November hinein sicher.

 

Giftige Beeren abschneiden:

Giftige Beeren abschneiden:

Die Beeren bestimmter Gehölze wie Efeu und Pfaffenhütchen weisen giftige Inhaltsstoffe auf. Wenn Sie mit der Schere alle Beeren, die sich in Griffnähe befinden, wegschneiden, brauchen Sie auf diese tollen Gartenpflanzen keinesfalls zu verzichten. Nutzen Sie den Rückschnitt gleichfalls als anschaulichen Naturunterricht, um Kinder über die Gefahr eines unbedachten Beerenverzehres aufzuklären.
Auch Ligusterbeeren haben nichts in Kinderhänden zu suchen. Bei regelmäßig geschnittenen Ligusterhecken ist der Fruchtansatz aber praktisch null.

 

Tipp Gartengestaltung:

Auf Kontraste achten:
Blüte, Laub und Rinde der Laubgehölze bieten eine breite Farbpalette für die Gartengestaltung. Grundsätzlich lassen sich die Grundfarben Rot, Blau und Gelb gut kombinieren. Der beste Mix ist letztendlich eine Frage des Geschmacks und der Wünsche des Gartenfreundes. Beachten sollten Sie aber immer die Farbwirkung des Umfeldes, denn die Attraktivität der Garten- und Terrassenpflanzen lebt von Kontrasten. Eine rote Kletterrose vor einer Ziegelstein-Mauer verliert deutlich an Wirkung, wie ein weißer Flieder vor einer hellen Wand nicht gut in Szene gesetzt ist.

Magnolienfrüchte:Magnolienfrüchte:
Magnolien, die Blütendiven unserer Gärten, haben stammesgeschichtlich eine ganze Menge zu bieten. Erste Anfänge ihrer Entwicklungsgeschichte reichen über 100 Millionen Jahre zurück. So gesehen sind Magnolien die Dinosaurier der Blütengehölze. Nur Moose und Farne haben eine längere Vita. Obgleich Magnolien als über alle Beschreibung schöne Ziergehölze gelten, weisen ihre Blüten mit ihrem spiralförmigen Aufbau auf eine sehr niedrige Evolutionsstufe hin, ähnlich der den Nadelgehölzen. Tatsächlich ähnelt die Magnolienfrucht einem Kiefernzapfen. Achten Sie jetzt einmal darauf!